Schlagwort-Archive: Nachwuchsausbildung

Der Paragraph 17

Es gibt Dinge im Jugendfußball und speziell im Ausbildungsbereich, die manchmal gut gemeint, aber an der Sache vorbeigehen. Eines dieser Probleme ist der Paragraph 17 der Jugendordnung des Bayerischen Fußball Verbandes. Der besagt, dass eine Sperre von 15 Tagen oder maximal 2 Spielen in Kraft tritt, sobald ein Spieler einer niederklassigen Mannschaft bei der höherklassigen Mannschaft in der selben Altersklasse eingesetzt wird. Jedoch gilt das nur für den Einsatz in der ersten Halbzeit. Im Falle einer Einwechslung in der zweiten Hälfte würde diese Regel nicht greifen. Dass dies für den Ausbildungsgedanken in sehr vielen Fällen kontraproduktiv ist, zeigen wir an einem ganz konkreten Beispiel.

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BFV plant Umstrukturierung im Nachwuchsfußball – Packt das Problem bitte an der Wurzel!

Viele Vereine haben im Nachwuchsbereich das gleiche Problem. Man startet in der F-Jugend mit drei, vier oder sogar noch mehr Mannschaften und verliert bis zur A-Jugend über zwei Drittel der Kinder, sodass es am Ende schwer wird überhaupt eine A-Jugend stellen zu können. Der BFV nimmt sich jetzt dieses Problems an, indem er ein Projekt auf den Weg gebracht hat, das verschiedene Ansätze verfolgt. Ich möchte hier gar nicht auf diese verschiedenen Ideen eingehen. Diese stehen aktuell noch zur Diskussion und sind deshalb noch nicht spruchreif. Außerdem, und das ist entscheidend, sind sie nur eine Behandlung der Symptome, nicht aber der Wurzel des Problems.

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Hallentraining – Nur ein bisschen Kicken?

Die Hallensaison beginnt mal wieder. Das heißt für viele Mannschaften: nur noch einmal die Woche Training, in Mini-Hallen, vielleicht sogar ohne richtige Tore. Viele Trainer ziehen daraus dann den Schluss „Anständiges Training ist so eh nicht möglich“ und lassen ihre Jungs einfach eine Stunde kicken. Wir halten das für einen großen Fehler und fatal im Hinblick auf die Ausbildung der Kinder. Weiterlesen

Der Futsal – eigentlich eine gute Idee!

Keine Frage: der Futsal hat sehr viele Vorteile und seine grundsätzliche Idee, dass Kinder dadurch mehr FußballSPIELEN lernen, ist natürlich begrüßenswert. Das Einspielen anstatt Einrollen ist einer davon. Der relativ schwere und weniger elastische Futsal-Ball erleichtert das flache Passspiel und verhindert „Gebolze“, weil nicht so hart geschossen werden kann. Das Seitenaus ist auch förderlich für ein kontrolliertes Spiel, denn hier kann der Ball nicht auf gut Glück über die Bande vor das gegnerische Tor geschlagen werden, was sonst viele Mannschaften gerne im Spiel mit durchgehender Bande machen. Doch der Futsal hat einen entscheidende Nachteile, welche trotz aller Pluspunkte die Nachwuchsausbildung sehr entscheidend negativ beeinträchtigen.

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