Training
einfach
Varianten:
1
Dauer:
6:16

Techniktutorial: Der Flatterball

In unserem dritten Techniktutorial erklären wir, wie der Flatterball perfekt funktioniert.

Trainer: 
David Niedermeier
Techniktutorial Flatterball (Theorie Technik) (Musik im Hintergrund) I: Okay dann wollen wir uns jetzt mal den Flatterball anschauen. Das Schöne an dem Flatterball ist, dass wir ihn mit dem Knöchel ganz zart treffen in der Mitte, sodass der Ball in sich nicht rotiert. Der Ball hat innen drinnen mehrere Kammern, die unterschiedlich eingedrückt werden und dadurch fängt der Ball praktisch dann an zu flattern. Das heißt durch Rotation bekommt der Ball an Stabilität, wenn er sich nicht rotiert, dann fängt der Ball an zu flattern. Das heißt, ich muss den Ball möglichst dick in der Mitte treffen und das ist eben am einfachsten mit dem Knöchel. Ich zeige das auch gleich mal. Früher hat man den Ball so geschossen. Da hat man den Ball so reingeschossen, da hat man natürlich eine relative dünne Angriffsfläche. Die Fußspitze und den Spann so gestellt, das heißt dass ich den Ball mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit zu weit links, zu weit rechts treffe. Dann dreht sich der Ball eben weg und dann gibt es halt beim Torschuss vielleicht einmal Einwurf. Beim Flatterball gehen wir eben seitlich ran. Das heißt, der Abstand zum Ball wird verengt. Das heißt ich muss näher an den Ball heran, aber das Standbein ist weit vorne. So jetzt gehe ich hier vorne in die Knie und halte den Fuß wie eine Diagonale hinter den Ball. Und damit treffe ich den Ball natürlich dicker. Hier schön mit dem Knöchel und damit steigt auch die Wahrscheinlichkeit, dass ich den Ball in der Mitte treffe. Und damit fängt der Ball mit hoher Wahrscheinlichkeit auch zu Flattern an. Ja? Wichtig ist dabei, dass ich nicht voll durchziehe. Weil dann natürlich wieder die Wahrscheinlichkeit steigt, dass ich den Ball nicht sauber treffe. Darauf achte, dass ich den Ball wirklich schön satt in der Mitte treffe und dann fängt der Ball zu zittern an. Wir wollen das gleich mal ausprobieren. Ja wie Sie jetzt gesehen haben, dass der Ball hat schön geflattert, ja? Ich zeige es vielleicht nochmal im Detail. Also Standbein schön weit nach vorne bringen, Knöchel hinter den Ball, Knöchel hinter den Ball, vorne schön in die Knie gehen und wenn ich schieße, gehe ich ein bisschen auf die Zehenspitze hoch. Einfach um den Ball höher zu treffen, damit ich den Ball auf jeden Fall in der Mitte treffe und nicht unten reinfahre. Das heißt beim Schießen bisschen nach oben drücken mit der Fußspitze, das ist – schaut sehr einfach aus, ist aber wahnsinnig schwierig und bedarf eigentlich viel Übung. Bedeutet, wir müssen die Kinder animieren, es in ihrer Freizeit zu trainieren. Gut, typische Fehler sind eben auch hier, dass ich das Standbein eben nicht hinter den Ball bekomme. Dass ich das Standbein zu weit hinten habe. Also es gehört nach vorne. Dass ich das Standbein zu weit hinten habe. Jetzt sieht man schon, dass ich den Ball eben nicht mehr mit dem Knöchel treffe, sondern sehr viel mit der Fußspitze und dann passiert natürlich genau das hier, dass der Ball eben dann einen Effet bekommt. Und das Problem am Effet ist, dass der Ball eben sehr viel Luftwiderstand bekommt und dann zur Seite wegdriftet und natürlich auch nicht die maximale Geschwindigkeit erreicht. Das heißt, deswegen spielen wir eigentlich den Flatterball. Weil er zittert und weil er natürlich die maximale Geschwindigkeit erreichen kann, während ein Effetball das nicht kann. Ein zweiter Fehler ist, dass die Kinder das Standbein zu weit nach vorne tun. Das gibt also praktisch einen zu weit hinten und einen zu weit vorne und ein genau richtig. Wenn das Standbein zu weit vorne ist, passiert den Kindern häufig. Dann hauen sie eben von oben auf den Ball drauf, weil sie an die Ballmitte praktisch nicht rankommen. Und dann kriegt der Ball dieses (?Geglugger), der drückt praktisch gegen den Boden und dann müssen wir sie dann eben auch korrigieren, dass sie das Standbein eben wieder weiter nach hinten bringen. Gerade diese Schusstechnik ist wahnsinnig schwierig. Weil ich den Ball eben mit dem Knöchel treffen muss. Immer wieder die Kinder nehmen und sie in diese Position halten. Das heißt, die anderen Kinder trainieren ganz normal und Sie zeigen dem Jungen, nehmen ihn raus, ohne die anderen dabei anzuhalten. Zeigen ihm nochmal Standbein nach vorne, Knöchel nach vorne, dass er ein Bewegungsgefühl dafür bekommt. Und am einfachsten ist, dass Sie sich hier neben ihn knien, ihn an der – er soll sich an der Schulter bei Ihnen festhalten und Sie zeigen ihm nochmal, wo er sich genau hinstellen kann. Genau, und dann am Ende ist es dann wirklich immer der Satz: „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr.“ Und „Der stete Tropfen höhlt den Stein.“ Das heißt, wir müssen es immer und immer und immer und immer wieder trainieren. Wie wir es am besten trainieren, zeigen wir nachher auch nochmal. Natürlich müssen wir den Flatterball auch aus dem Lauf beherrschen. Dabei ist ganz ganz wichtig – wir sehen häufig in der Bundesliga, dass einer schießt, der Ball geht hundert Meter drüber. Und das liegt daran, dass das Standbein zu weit hinten ist und dadurch natürlich auch eine Rückenlage entsteht, ja? Das heißt, wenn ich anlaufe und ich setze mein Standbein zu weit hinten auf, dann treffe ich den Ball eben mit der Fußspitze und jetzt zieht der Fuß den Ball natürlich in die Luft, ja? Dagegen, wenn ich das Standbein eben vorne habe, treffe ich den Ball in dem Moment, in dem der Fuß auf das Tor zeigt. Und in dem Moment, in dem der Fuß nach oben geht, ist der Ball aber schon weg. Und deswegen sage ich zu meinen Spielern immer: Wenn sie auf das Tor schießen, oder die Chance bekommen einen Flatterball zu spielen, dann sollen sie sich im Kopf immer sagen: „Standbein vor!“ Weil das ist das Entscheidende ist. Wenn das Standbein vorne ist, kommt der Ball zumindest flach auf das Tor, ja? Und geht eben nicht 500 Meter drüber. Das heißt, Sie müssen den Kindern auch beibringen, eben aus dem Lauf zu – einen, einen, einen Flatterball zu schießen. Heißt nach einer Schuss – nach einer, nach einer Übersteigerfinte oder nach einer doppelten (?Übersteil) oder so, also wenn ich aus dem Lauf komme, dann eben versuchen, den Ball zu schießen. Das heißt, ich habe meinen Trick gemacht, lege den Ball nach vorne, Standbein nach vorne, Hopp, sodass der Ball eben flattert und flach bleibt. Was klar ist, weil es da immer Missverständnisse mit den Spielern gibt, ist dass wenn ich aus sehr hohem Tempo komme und ich laufe auf das Tor, dann ist es natürlich wahnsinnig schwer, mein Gewicht in die Richtung, in die gegengesetzte Richtung des Balles abzubremsen. Und dann trifft man den Ball eben auch ganz häufig mit Effet. Das ist also wahnsinnig schwer den Ball flatternd zu treffen, wenn ich aus vollem Lauf komme. Da muss man für die Spieler auch Verständnis haben. Das entscheidende ist aber, dass die Spieler bei jedem Schuss versuchen an das maximale Ziel zu kommen, dass der Ball eben flattert. Und dadurch, dass sie es immer versuchen, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sie es auch irgendwann mal können. Das heißt nicht dann aufgegeben, so: „Ja das treffen die ja eh nicht.“ Sondern dranbleiben und irgendwann kommt das Ergebnis und dann eben mit hoher Wahrscheinlichkeit. Dann eben nicht, von zehnmal nur drei-, viermal, sondern von zehnmal vielleicht schon sechs-, sieben-, acht-, neunmal und damit steigt die Wahrscheinlichkeit im Spiel den Ball flatternd auf das Tor zu bringen.

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