7 gegen 7? 3 gegen 3? Ja was denn nun?

Der DFB sucht nach Lösungen, um den Ausbildungsbereich zu modernisieren. Die technische Entwicklung der Kinder in den letzten Jahren ging defintiv zurück. Es wurde und wird weiterhin zu viel Wert auf Erfolg in den Spielen gelegt und dafür müssen v.a. im Ausbildungsbereich die größten und schnellsten Spieler „herhalten“. Auf technischen Fußball wird dabei oft keinen Wert gelegt. Schnell nach vorne, der Schnellste hinterher und Abschluss. Die retardierten Kinder bekommen kaum einen Ball und gehen in diesem System fast unter. Frust pur also auf der einen Seite. Die akzelerierten Kinder schießen zwar viele Tore und haben mehr Ballkontakte – mit technischer Qualität hat das aber oft auch wenig zu tun. Eine Idee des DFB: Statt 7 gegen 7 bei den Kleinen vermehrt 3 gegen 3 spielen.

3 gegen 3 auf 4 Tore, das mittlerweile bekannte Funino. Mehr Ballkontakte für Alle! Mehr Tore für Alle! Mehr Spaß für Alle! Weniger Frustration für Alle! Klingt doch eigenlich zunächst mal ganz vernünftig, diesen Weg zu gehen. Oder?

Aber wie seht ihr das denn? Ist es nun besser 7 gegen 7 oder 3 gegen 3 oder ganz was anderes im Ausbildungsbereich zu spielen?

Schreibt uns doch in die Kommentarfunktion eure Meinung. Und natürlich haben wir auch Eine. Aber zunächst mal freuen wir uns auf eure Meinungen und dann…

…legen wir von MFSFussballtraining so richtig los. So viel sei gesagt: Hier hat einer immer noch nichts verstanden!

Bis dahin eine gute Fußballzeit!

Euer Michi

12 Gedanken zu „7 gegen 7? 3 gegen 3? Ja was denn nun?

  1. Laszlo Pilz

    Hallo Michi,
    nachdem ich beim TSV Herrsching bereits 4 Funino Fesivals (2 x Halle – gleichzeitig auf 3 Feldern in eine 3 Fach Turnhalle und 2 x auf Rasen 2 große Fußballplätze mit je 8 Funino Felder) organisiert habe, meine persönliche Meinung:
    Bambini – Funino optimale Spielform mit vielen Ballkontakten, viele Erfolgserlebnisse für alle!
    Darauf aufbauend sollte ab der F Jugend eventuell der ältere Jg. Fußball5 (TW + 4 Feldspieler) gespielt werden: 1 Fußballplatz mit 4 Feldern und 8 Teams in einem Festival/Turnier Modus. Auch hier deutlich mehr Ballkontakte gegenüber 7:7 aber mit Torhüter auf 5 Meter Jugendtore nach Möglichkeit mit reduzierter Torhöhe – gibt es als Netz zu einhängen. Allerdings braucht man als Verein dann 8 Jugendtore!
    Wir sind hier in der glücklichen Lage dies, so Bald Corona es zulässt durch zuführen.
    Ab der E Jugend (spätestens der ältere Jg) 7:7 auf 5 x 2 Meter Tore
    D Jugend 9:9
    Ab der C Jugend 11:11
    Und schon hat man ein aufbauendes Stufenmodell.
    Wichtig für die kleinen Schuhgrößen:
    Bambini Fußball 290g Größe 3
    F Jugend Fußball 290g Größe 4
    Gruß vom Ammersee
    Laszlo

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  2. Maurice

    Hallo Zusammen,
    ich, nur als Vater hatte meinen Sohn dazu mal gefragt, der ist 2009er und ist vom 3:3 (kleiner enger Korridor, mit großen Toren, wechselnden Torleuten) begeistert. Warum, schnell intensiv, kaum Ruhepausen, körperlich, wie technisch sehr anspruchsvoll. Das , den Ball „vordern“ können, ist eine „geile Nr.“. Keiner kann , darf sich hängen lassen (das fällt dann auf) und wird auch direkt kommuniziert/ eingefordert. Beim 7:7 sei er auch eher gehemmt über den Platz zu rufen, was der Trainer wiederum nicht toleriert (was ich wiederum nicht verstehe) pushen ist erlaubt, jedoch bei falschem Stellungsspiel darf er nichts sagen (anderes Thema).
    Was mir auffiel, mehrere Spielfelder, 3er Gruppen gegen einander, da will keiner nachgeben. Sehr intensiv.

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  3. Michael

    Servus zusammen,
    wir spielen auch mit unserer D-Jugend im Training sehr viel 5 gg 5 / 4 gg 4 auf Jugendtore, oder auf vier Minitore.
    Bei dieser Spielform ist auch der Keeper viel mehr gefordert. Er ist zusätzlicher „Feldspieler“ und permanent im Spiel dabei.
    Den Jungs macht diese Spielform mehr Spaß als das 9 gg 9.
    Mehr Power; keiner kann sich verstecken; mehr Ballkontakte; viele Zweikämpfe; permanente Drucksituationen; usw….. (Aussagen kommen von den Jungs)
    Spielfeld ist natürlich auch nicht zu groß. 😉

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  4. Siggi

    Aus meiner Sicht gibt es kein besseres Spiel wie 4gegen4 (Model Ajax Amsterdam) auf einem kleinen Feld von 30×20 Meter im Tschechenrollen-Format auf Kleinfeldtore. In dieser Spielform ist alles inbegriffen was den Fußball ausmacht (spielerisches Torschusstraining, ständiger Druck aufgrund des kleinen Spielfeld, Dribbling, Ballan -und Mitnahme, schnelles Umschaltspiel usw.) und als pure Motivation für die Kinder, wenn ein Tor fällt muss der Verlierer raus!!
    Ich liebe diese Spielform mit meinen Jungs

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  5. Marc-Florian

    Moinsen, ich hatte das Glück seit März 2017 im FK Havelland mit Eintracht Falkensee die FUNino- und FORMino-Staffeln aktiv zu begleiten und zu unterstützen. Ich hatte meine ersten bewussten Kontakte mit FUNino 2016 (mit meiner E-Jugend), konnte mir für meinen kleinen Sohn dann kein anderes Spielformat mehr vorstellen (er kam gerade in die G-Jugend). Also bin ich mit ihm zu Eintracht Falkensee gewechselt und seither haben wir FUNino gespielt.

    Ich möchte an dieser Stelle Nagelsmann ins Spiel bringen: Das 3-vs-3 im Kinderfußball ist alternativlos!

    Mindestens für die G-Jugend unterstreiche ich diesen Satz zu 100%. Ab der F-Jugend habe ich begonnen, ein maximal 3+1 (machmal auch nur 2+1 oder gar 1+1) auf Jugendtore zu spielen, parallel zum FUNino. In jeder Trainingseinheit sind die Minitore und FUNino-Spielformen am Start, denn alles was man in dieser Altersklasse für das Spiel vermitteln muss, bekommt man durch dutzenden verschiedenen FUNino-Spielformen hin. Möchte man Pässe forcieren, spielt man Eishockey mit Stürmerstar. Möchte man Dreieicksbildung und Breite sowie Tiefe im Spiel forcieren, spielt man die Ballhalten-Variante. Möchte man das Dribbling forcieren, spielt man die Dribbeltorvariante. Möchte man 2-vs-1-Situationen forcieren, spielt man diagonales FUNino. Möchte man das Zusammenspiel forcieren, spielt man FUNino ohne Ball. Diese Spielform ist einfach dermaßen effizient, wenn es darum geht individualtaktische Grundlagen zu vermitteln.

    Ich persönlich brauche keine unsäglichen 6+1-Staffelspiele mit irrelevanten Tabellen, nur um mich zu feiern, dass ich in der F-Jugend die Kreismesterschaft gewonnen habe, in dem ich meine Mannschaft ergebnisorientiert aufstelle und trainiere. Aber das hängt natürlich stark vn jedem Trainer ab. Ich denke, dass im Kinderfußball nicht das Ziel sein sollte zu ernten, sondern zu säen. Und mit FUNino (bzw. Kleinspielformen à la 3+1 oder ab E-Jugend 4+1) steht uns eine ganz spiele Saatkornart zu Verfügung.

    Das einzige Manko, was ich in den Kleinspielformen auf die Jugendtore noch sehe, ist die Höhe der Tore. Wie gern würde ich das Tor auf 165cm verkürzen. Das würde jedem Kind noch viel mehr abverlangen und gleichermaßen das Spiel leistungsgerechter gestalten.

    Für mich ist FUNino in der G-Jugend alternativlos, aber der F-Jugend (kommt auch auf den Leistungsstand der F-Jugend an) sehe ich eine Mischung aus FUNino (in all seinen Facetten) und 3+1 als optimal an, sowohl im Training als auch im Wettkampf. Und ich bin sehr froh, dass ich mit meiner F-Jugend eines Leistungsvereins im westlichen Berlin (also kein „ländlicher“ Dorfverein – bei dem ich übrigens begonnen habe als Trainer dereinst) nicht im Staffelbetrieb spielen muss, sondern die Freiheit von der JL erhalten habe an Spielfesten teilzunehmen, oder eigene Spielfeste Woche für Woche zu organisieren.

    Ich habe bestimmt noch ganz viel vergessen zu schreiben, muss jetzt aber mit der Arbeit beginnen 🙂 In diesem Sinne,

    Marc-Florian

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  6. Fedai Karavas

    Servus,
    Ich bin selber seit ca 25 Jahren Jugendtrainer mit T-Schein. Habe von der G bis A Jugend alle Jahrgänge trainiert.
    Verschiedene Altersgruppen brauchen natürlich verschiedene Herangehensweisen. Vor 2011/12 mussten D Jugendliche vom Kleinfeld auf die komplette Länge des Feldes mit allen dann geltenden Regeln (Abseits, Rückpass etc.) umsteigen. Das war für viele Kinder, die sie ja noch sind mit 10 oder 11 Jahren, überfordernd und anstrengend. Ich sah damals, wie diese armen Kinder dieses riesen Feld rauf und runter rennen mussten.
    Der Umstieg auf 9:9 auf dem Kompaktfeld war hier sehr hilfreich und schon lange überfällig. Denn andere Länder haben das schon in den 90ern schon eingeführt. Und auch damals gab es viele Leute, die sich dagegen gewehrt haben.
    Meine Meinung dazu:
    Bei den kleinsten (Bambini, G) sollten die Spielformen Funino (3:3 oder 4:4) eingeführt werden. Im ersten Jahr sollte man mMn sowieso auf Wettbewerbsspiele verzichten. Die Kinder sollen erstmal lernen mit den eigenen Körper umzugehen. Viele Koordinationsübungen spielerisch. Laufen, Fangen, Werfen usw. Mit und ohne Ball.
    F-Jugend: hier könnte man stufenweise erhöhen. Im ersten Jahr 4:4 oder 5:5 und im zweiten Jahr dann 7:7. Auch hier sollte nicht das Ergebnis im Vordergrund stehen, sondern die Entwicklung der Kinder. Hier hilft natürlich nur spielen, spielen, spielen. Am besten in kleinen Gruppen mit vielen Ballkontakten pro Kind. Im Training sollten wieder Koordination und Technik im Vordergrund stehen. Ich habe hierfür ca 70% des Trainings verwendet.
    E-Jugend: 7:7 ist hier in Ordnung. Das Training ist ähnlich wie in der F.
    D-Jugend: 9:9 ist hier in Ordnung.

    Fazit:
    Wenn wir was verändern wollen, dann müssen wir bei den kleinsten anfangen. Ich würde generell für Kinder U7 keine Wettbewerbe machen. Hier sind die Funino Spielformen am besten. Alle haben Ballkontakte, alle Kinder spielen mit, keine Ergebnisse. Nur SPIELEN, SPIELEN, SPIELEN!

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  7. Bernd M.

    Im Training ein ganz klares Muss. Als Spielbetrieb ist es Im G-Bereich das Beste was man machen kann. In der F sollte dann auf 5 : 5 (ohne Torwart) umgestellt werden. Bei der E im 7 gegen 7 auf dem Kleinfeld. G im 9 gegen 9 auf verkleinertes Großfeld. Die wichtigste Änderung wäre für mich die Abschaffung des Ligasystems bis zur U13. Viel besser wäre es die Spieltage als regionales Miniturnier mit jeweils 4 Mannschaften auszutragen. Kurze Fahrtzeit dafür mehr Spielzeit. Kein Ergebnisdruck. Nach einigen Turnieren werden dann die Mannschaften leistungsgerecht neu eingeteilt.

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    1. Steffen W.

      Grundsätzlich finde ich die Idee von Bernd gut. Allerdings lehnen wir uns stärker an Horst Wein und sein Entwicklungsmodell an. Wenn die sportwissenschaftlichen Ergebnisse hier sehr eindeutig sehen (kleinere Spielformen fördern Kinder besser und sind zudem kindgerechter = mehr Spaß), verstehe ich nicht, warum viele nach wie vor so schnell ins 7:7 und ins 11:11 wollen?

      In unserem Fussballkreis streben wir deshalb folgende Pilot-Aufteilung an:

      Bambini/untere G 2:2
      G/F 3:3
      F/E 4:4 und 5:5
      D 6:6 und 7:7
      C 9:9
      Ab der B, d.h. nach der Anpassung der körperlichen Entwicklung 11:11.

      Auf den Festivals kann man easy die unteren Felder z.B. als 4:4 aufbauen und die Oberen als 5:5

      Viele Grüße,
      Steffen

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  8. Matthias

    Funino ist super. Horst Wein hat recht. Was viele vergessen:
    In den Büchern von Horst Wein steht viel mehr deknnals die Spielformen. Er entwickelt viel aus Spielformen. Aber technische Ausbildung passiert nicht durch die Spielform.
    Also: Funino und Co machen!
    Aber: viel technikfokussierter Ausbilden….im Detail!

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  9. Trian

    Die jetzige Variante ist nur gut für 20% der Spieler die Weiter entwickelt sind als Kinder die länger brauchen,um sich zu entwickeln und da manche Trainer Ergebnis orientiert aufstellen spielen meistens nur die Kinder die stark genug sind und die anderen bekommen keine Spielmöglichkeiten um sich auch zu Entwickeln oder bekommen keine Pässe.

    Deswegen finde ich Persönlich Funino besser
    Funino ist wichtig für die Entwicklung der Kinder,da nur mit wenig Coaching Punkte komplett was anderes trainiert werden kann.
    Die Kinder nehmen die Situation auch besser war und durch mehr Wiederholungen verstehen sie auch schneller.
    z.B.
    2 Teams gegeneinander wo sie nur Zweikämpfe machen 1:1, 2:2,3:1,usw. da können wir Trainer eingreifen die Mannschaft wo hinten liegt kann man sie motivieren in dem Man sie im Überzahl spielt.
    Oder
    Dribbling Variante statt Tore hula hoop Reifen wo der Ball in den Reifen gespielt werden muss.und viele mehr.
    Das gute an der Sache ist das die meisten Kinder die Lösungen selber finden da sie sich nicht mehr verstecken können.
    Am besten währe wenn bei den Staffelspiele beide Varianten genutzt werden.
    G-F Jugend
    Funino zu 3/4
    4+1 zu 1/4
    Um so höher man spielt prozentual das System ändern.
    Wichtig ist das die Kinder Spaß haben und einfach Spielen lassen.

    Bleibt alle gesund
    Trian

    Antworten
  10. Uwe

    >“pushen ist erlaubt, jedoch bei falschem Stellungsspiel darf er nichts sagen“

    Ich löse das einfach indem ich den Kindern Fragen stelle. Das wird dir keiner verbieten und ist sowieso die besere Methode um etwas zu begreifen. Von selbst drauf kommen. Natürlich geht das va. bei Dingen, die man im Training schon besprochen hat. Meistens kommen sie dann von alleine drauf was sie gerade falsch gemacht haben und beim nächsten Spielzug besser machen können.

    >“Sehr intensiv.“
    Das muss man immer wieder unterstreichen. Am besten mal die Eltern 5min spielen lassen. Ich lasse freiwillige Eltern in der Spielpause mal ran. Die wundern sich schnell ob der Intensität dieses Spielformates!

    >“Aus meiner Sicht gibt es kein besseres Spiel wie 4gegen4 (Model Ajax Amsterdam) auf einem kleinen Feld von 30×20 Meter im Tschechenrollen-Format auf Kleinfeldtore“

    Ich würde 3v3 + TW spielen lassen (möglicherweise hast du es auch so gemeint). Das 3v3 ist dem 4v4 deultich überlegen. Weitere Infos warum das so ist: „https://youtu.be/7Y2AMLMDO54?t=3476“

    „alles was man in dieser Altersklasse für das Spiel vermitteln muss, bekommt man durch dutzenden verschiedenen FUNino-Spielformen hin. Möchte man Pässe forcieren, spielt man Eishockey mit Stürmerstar. Möchte man Dreieicksbildung und Breite sowie Tiefe im Spiel forcieren, spielt man die Ballhalten-Variante. Möchte man das Dribbling forcieren, spielt man die Dribbeltorvariante. Möchte man 2-vs-1-Situationen forcieren, spielt man diagonales FUNino. Möchte man das Zusammenspiel forcieren, spielt man FUNino ohne Ball. Diese Spielform ist einfach dermaßen effizient, wenn es darum geht individualtaktische Grundlagen zu vermitteln.“

    Das find ich super was du hier sagst. Die Dribbeltorvariante nutzen wir nur um fehlende Tore zu kompensieren, denn im U7 Bereich wird bei Standard-Funino dermaßen viel gedribbelt und in 1vs1 Situationen gegangen, dass es eine wahrer Trainingsbooster ist.
    Die diagonale Variante werde ich jetzt auch mal ausprobieren, da bin ich gespannt! Die Ballhaltenvariante („alle müssen berühren/ 3-5 Pässe“) will ich nun bei deutlicher Überlegenheit einführen.

    Was meinst du mit Funino ohne Ball?

    >“Ich denke, dass im Kinderfußball nicht das Ziel sein sollte zu ernten, sondern zu säen. Und mit FUNino (bzw. Kleinspielformen à la 3+1 oder ab E-Jugend 4+1) steht uns eine ganz spiele Saatkornart zu Verfügung.“

    Besser kann man es nicht ausdrücken. Ich ringe immer um starke Gegener, die auch Funino spielen wollen, weil es einen stärkeren Entwicklungsbooster hat als all meine Trainings. Diese Erkenntnis hat mich ziemlich erstaunt und ich kann über Eltern/Trainer, die immer noch sagen „Ja sowas macht man im Training unter der Woche aber nicht am Spieltag“ nur noch still schmunzeln, weil ich merke wie meine Kinder stärker werden – gerade durch den ernsthaften Wettstreit gegen fremde Gegner. Somit spielen wir nun 1-2 in der Woche einen Funino Wettkampf – entweder internim Verein oder ganz normal gegen fremde Gegner.

    >“Bei den kleinsten (Bambini, G) sollten die Spielformen Funino (3:3 oder 4:4) eingeführt werden. Im ersten Jahr sollte man mMn sowieso auf Wettbewerbsspiele verzichten. Die Kinder sollen erstmal lernen mit den eigenen Körper umzugehen. Viele Koordinationsübungen spielerisch. Laufen, Fangen, Werfen usw. Mit und ohne Ball.“

    Den Wettbewerb sollte man sofort starten, wenn die Kids anfangen. Teilt man die Kinder leistungsgerecht ein und sorgt für knappe Ergebnisse (Festivalmodus!), sind die U7 Kinder deutlich mehr bei der Sache als bei wettbewerbslosen Trainingsspielchen gegen immer die gleichen Kinder. Das ist zumindest meine Erfahrung. Selbst der zurückhaltenste Blümchenpflücker wird aktiv, wenn er vor den Eltern einem ebenfalls schwachen Gegener im 2v2 gegenübersteht, ohne dass ihm die frühentwickelten Kinder die Show stehlen.

    >“F-Jugend: hier könnte man stufenweise erhöhen. Im ersten Jahr 4:4 oder 5:5 und im zweiten Jahr dann 7:7. Auch hier sollte nicht das Ergebnis im Vordergrund stehen, sondern die Entwicklung der Kinder.“

    Ich sehe das anders. Belgien spielt 5v5 bei 9- bis 13-Jährigen. Seitdem sie das machen sind sie in der Weltrangliste von einem hinter Platz auf Platz 1 gestiegen. Warum ist 5v5/Futsal so gut?

    >“In der F sollte dann auf 5 : 5 (ohne Torwart) umgestellt werden“
    Warum ohne TW? Der TW hat die Chance im 5v5 das Mitspielen zu lernen. Er spielt sozusagen letzter Mann. Das macht den Kindern sowieso mehr Spass als Tore ohne TW anzugreifen.

    >“Auf den Festivals kann man easy die unteren Felder z.B. als 4:4 aufbauen und die Oberen als 5:5″
    Coole Idee. Wir haben die schwächeren Felder im U7 mit 2v2 besetzt.

    Ich halte das vom DFB angestrebte 2v2 in den ersten 2 Jahren für sehr sinnvoll, wenn auch nicht so gut wie die belgische Version, die 1v1 mit TW spielen.:

    MMn sollten alle Kinder in den ersten 5-7 Jahren regelmäßige 1v1 Turniere spielen lassen. Später wird man das nicht mehr nachholen können. Mein Tip: in den ersten 10 minuten eines Funino Festivals kann man ein 1v1 Festival spielen. indem die Kinder auf jeweils zwei gegenüberstehenden Toren ein 1v1 für 2 Minuten spielen. Damit sortieren sich die Kinder.

    Sehr wichtig bei Festivals: jedes Feld brauche mind. 5 Bälle, die vom Betreuer eingespielt werden bei davon rollenden/fliegenden Bällen, damit keine Zeit mit Ballholen verschwendet wird.

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