„Mentalität“ – Wir können es nicht mehr hören

Nach verlorenen Spielen wird in der Berichterstattung oft über die fehlende „Mentalität“ der Verlierermannschaft gesprochen. Was genau damit gemeint ist, wird dann meist nicht erläutert. Ist auch eher schwierig, denn jeder meint damit etwas anderes. Mats Hummels sagte mal in einem Interview, er glaubt, Mentalität wird immer dann als Ausrede genommen, wenn man selbst nicht genau weiß, an was es genau lag.

Und dann geht es oft weiter, dass im Jugendfußball endlich wieder echte „Kämpfertypen“ ausgebildet werden müssen, die die entsprechende Mentalität mitbringen. Wir können es nicht mehr hören!
Ein junger Fußballer braucht zuallererst eine perfekte und ganzheitliche Ausbildung in den Bereichen Technik, Taktik und Koordination. Wenn ein Spieler das mitbringt, dann hat er selbstverständlich auch die nötige Mentalität, sprich Einstellung, um sich auf höchstem Niveau durchsetzen zu können.
Teilweise wird dies vom DFB auch schon erkannt. Es wird ja gefordert, die Kinder wieder mehr frei spielen zu lassen. Stichwort: Bolzplatzmentalität (schon wieder dieses unsägliche Wort). Doch was die Herrschaften dort nicht verstehen (wollen) ist: Natürlich müssen die Kinder viel und oft spielen. Das ist allemal besser als Sie schon im F-Jugend-Alter Standards trainieren zu lassen (Ja, auch das haben wir erst vor kurzem von einem NLZ-Trainer gehört).
Aber: Unter Anleitung eines Trainers, der ihnen erklärt, warum bspw. der eine Trick in der bestimmten Situation nicht funktioniert hat und ihnen Lösungen an die Hand gibt, wie es besser geht, entwickeln sich die Spieler doch deutlich besser. Und dazu kommt: Bevor die Kinder das freie Spiel beherrschen können, müssen sie die Technik dazu ja erstmal perfektionieren. Und das geht nur über viele Wiederholungen. Z.B. in Übungen wie dieser:

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