Der FC Bayern München geht neue Wege im Jugendbereich

Wer unsere Blogartikel regelmäßig verfolgt, der weiß: mit dem FC Bayern München und vor allem deren Jugendarbeit gehen wir meist hart ins Gericht. Tatsächlich gab es bisher auch wenig, das wir an deren Jugend und Ausbildungskonzept positiv fanden. Gerade der Erfolgsdruck, der bereits in jungen Jahren auf die E- und F-Jugendlichen einprasselt wurde von uns immer wieder (zu Recht) kritisiert. Die neuste Entscheidung des FC Bayern Campus überrascht und freut uns dafür umso mehr. 

Hier kommt ihr zum Artikel auf der Seite des FC Bayern München!

In den nächsten Jahren will der Club nämlich schrittweise die U9 und U10 auflösen und erst ab der U11 mit einer festen Mannschaft starten. Für die Bayern heißt das, sie starten erst auf dem Kompaktfeld im 9vs9, denn die NLZ spielen mit ihren U11 Mannschaften immer bereits einen Jahrgang höher, das heißt in diesem Fall in der D-Jugend. Der Kleinfeldbereich bleibt damit komplett außen vor und wird vom FC Bayern nicht mehr abgedeckt.

Eine gute Entscheidung des FC Bayern München

Wir finden das super! Die Kinder können in den jungen Jahren ohne Druck in ihrem Heimatverein spielen und nach wie vor ihr gewohntes soziales Umfeld beibehalten. Die Langzeitstudien von denen Peter Wenninger, sportlicher Leiter der U9-U15 beim Campus, spricht gibt es natürlich schon etwas länger ;-), trotzdem ist es gut, dass der FC Bayern jetzt diesen Schritt geht. Außerdem hat das Ganze auch einen entscheidenden Vorteil für den FC Bayern. Sie müssen nicht bereits bei den allerkleinsten eine Selektion vornehmen und so eventuell talentierte Spieler, die aber vielleicht körperlich noch etwas retardiert sind, aussieben. Durch die Einführung von Förderkadern in den U9 und U10 Jahrgängen haben sie die Möglichkeit eine Vielzahl an Spielern regelmäßig zu beobachten und zu sichten und so eine bessere Auswahl in der U11 treffen zu können. 

Auch für den FC Bayern München ist das sinnvoll!

Und zuletzt bleibt der Grund, aus dem der FC Bayern überhaupt diese Mannschaften am Start hatte, nämlich die Markenpräsenz bei Top-Turnieren in ganz Deutschland, weiter bestehen. Die Föderkader können ja, ähnlich wie es die TSG Hoffenheim bereits seit Jahren macht, als solche immer wieder an solchen Turnieren teilnehmen. Wenn sich das dann wirklich auf z.B. ein großes Turnier alle zwei Monate beschränkt, dann hat sowohl der FC Bayern einen Imagegewinn durch die Präsenz seines Logos und zusätzlich bleibt es für die Kids ein absolutes Highlight und wird nicht durch 10 solcher Turniere in zwei Monaten zur lästigen Pflichtaufgabe. 

Herzliche Grüße

Michael Schuppke

3 Gedanken zu „Der FC Bayern München geht neue Wege im Jugendbereich

  1. Torsten Sommer

    Gute Entscheidung. Ich hoffe es werden noch viele weitere Vereine diesem Beispiel folgen.

    Das stärkt zum einen die Vereine an der Basis und auch die Entwicklung der Kinder. Die können sich kreativ entwickeln ohne sich ständig durch den Druck ins Kollektiv einfügen zu müssen. Und durch die Fördertrainings findet trotzdem der erste Schritt zum Leistungsfußball statt um sich mit anderen zu messen.

    Und endlich wird auch den Eltern mal der Wind aus den Segeln genommen.

    Vielleicht hilft das auch wieder die Sportplätze mittags zu füllen, weil manche Spieler nicht 2 Stunden zum Training fahren müssen.

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  2. Markus Becker

    Völlig richtige Entscheidung, es macht absolut Sinn für die kleinsten Kicker in ihrem gewohnten Umfeld zu spielen und sich zu entwickeln. In einem Alter von 11 bzw 12 Jahren ist es noch früh genug die Leistungsstärksten Spieler in einem NLZ zusammen zu führen. Kinder benötigen Zeit und ihr gewohntes Umfeld um sich erstmal mit einer Sportart anzufreunden.

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  3. Süleyman Ardic

    Ich finde das richtig und gut, das FC B. Jetzt macht, noch besser würde es finden wenn es ab der U15 anfangen würden.
    Für die internationalen und nationalen Turniere, könnten die Kids zu Hause öfter trainieren, und so sich besser entwickeln.

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