Hallentraining – Nur ein bisschen Kicken? – Teil 2

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Letzte Woche haben wir einen Artikel über effektives Hallentraining verfasst und sind kurz auf die Hallenturniere eingegangen, die unserer Meinung nicht zur fußballerischen Entwicklung der Kinder beitragen.  Dazu haben wir folgenden Kommentar unseres Trainerkollegen Felix erhalten:

Aus meiner Sicht finde ich die Empfehlung so wenig Turniere in der Halle wie möglich zu spielen nicht richtig.
Aus ausbildungstechnischer Sicht ist es einfach eine Katastrophe. Das sehe ich auch so.
Aber die Hallenmieten für einen Vormittag sind bei uns zum Beispiel unglaublich hoch und liegen zwischen 250-500 €. Und wenn man mit befreundeten Teams im Wechsel ein Turnier ausrichtet, kommt man auf sehr wenige Turniere. Richtet ihr einmal im Monat ein eigenes Turnier aus oder wie regelt ihr das?
Ist es nicht sinnvoller, wenn es nicht anders geht, so viele Turniere wie möglich zu spielen, nach dem Motto: besser als nichts?
Ich würde zu dem Motto gerne mal eure Meinung wissen.

Viele Grüße

Felix hat natürlich Recht. Besser als gar nichts zu machen sind Hallenturniere allemal. Und man muss natürlich den Kostenfaktor mit berücksichtigen. Dennoch gibt es auch hierzu Alternativen, die wir für etwas sinnvoller im Bezug auf die fußballerische Ausbildung erachten und die dazu auch vergleichsweise kostengünstig sind.

Die erste Methode haben wir bereits in unserem vorherigen Artikel angesprochen. Trainiert so viel wie möglich draußen! Mindestens bis zu den Weihnachtsferien ist das in den meisten Vereinen auch kein Problem, weil inzwischen oft die Möglichkeit besteht, auf einen Kunstrasenplatz auszuweichen oder bei guten Witterungs- und Platzbedingungen das Training sogar auf den Rasenplätzen weiterzuführen. Falls dies nicht der Fall sein sollte, weil man keinen Kunstrasenplatz zur Verfügung hat, kann man sich mit drei anderen Teams zusammenschließen von denen einer einen Kunstrasen hat, um anstelle eines Hallenturniers beispielsweise ein Blitzturnier zu veranstalten. Alternativ kann auch mit 3 befreundeten Vereinen ein Kunstrasenplatz angemietet werden (durch vier geteilt hält sich der Preis dann auch in Grenzen). Man teilt den Platz in zwei Hälften und lässt die vier Teams gleichzeitig im Turniermodus gegeneinander spielen. So erhält jeder Spieler eine angemessene Spielzeit.

Eine weitere Möglichkeit ist es, das Ganze sogar einen Nummer größer anzugehen. Seit ungefähr zwei Jahren gibt es bei er Münchner Fussball Schule die sogenannte MFS Ausbildungsliga. Hier treffen sich mehrere Mannschaften gleichen Jahrgangs an verschiedenen Terminen im Winter, um gegeneinander zu spielen. Diese Teams teilen sich die Kosten für die Miete der Soccercourts. Diese liegt bei 30 Euro pro Termin (270 Euro für 9 Termine) und ist damit geringer als die Startgebühr bei den meisten Hallenturnieren. Die Teams spielen gleichzeitig auf drei nebeneinander liegenden Plätzen und müssen nicht eine Stunde auf die nächste Begegnung warten. Es gibt keine Preise oder Siegerehrungen. Im Vordergrund steht die Entwicklung der fußballerischen Qualitäten der Kids. Die Vorteile gegenüber einem Hallenturnier sind die tatsächliche Nettospielzeit und der deutlich geringere Zeitaufwand. Die verfügbaren Termine sind planbar und der Ort, der Tag bzw die Uhrzeit bleibt gleich. Somit steht die Ausbildung wieder an erster Stelle und die Kinder können sich dem widmen, was ihnen am Meisten Freud bereitet, dem Kicken!

Herzliche Grüße,

Michi Schuppke

 

 

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